Zeitungsartikel - Zwei Auszubildende des Malerhandwerks in Finnland.

Eigener Bericht, März 09

Zwei Auszubildende des Maler- und Lackierhandwerks der Innung Kleve/ Geldern absolvierten vor kurzem ein 3-wöchiges Auslandspraktikum in Finnland. Für David Tepest (Malerbetrieb Werner Elsing, Kleve) und Christian Schulte-Zweckel (Malerbetrieb Wolfgang Reinders, Bedburg-Hau) hieß es, warme Sachen packen, vom Chef und den Kollegen verabschieden und auf in den hohen Norden Europas. Mit dem Flugzeug ging die Reise zunächst bis Helsinki und dann fünf Stunden per Bahn bis nach Kalajoki, wo die beiden für drei Wochen im Wohnheim der dortigen Berufsschule untergebracht waren. In den Werkstatträumen der Schule sowie auf verschiedenen Baustellen in der Umgebung mussten sie dann ihr in Deutschland erworbenes Können unter Beweis stellen und viele spezielle Techniken anwenden. Von der Holzimitation über Lackierarbeiten, Tapezieren sowie dem Anfertigen von Gestaltungsentwürfen, gab es eine lange Liste an berufsspezifischen Tätigkeiten. Auch der Bürgermeister der Gemeinde gehörte zu den Kunden, bei denen David und Christian als deutsche Fachleute tätig waren.

Neben den technologisch- praktischen Erfahrungen war vor allem auch die sprachliche Herausforderung groß, da die gesamte Kommunikation mit Schülern, Lehrern und Handwerkern in Englisch erfolgte.
Dieser Austausch und die Finanzierung wurde ermöglicht durch die „LGH“ (Landes- Gewerbeförderungsstelle) in Düsseldorf, deren Ziel es u.a. ist, im Rahmen des EU- Programms „Leonardo“ (Programm für lebenslanges Lernen) möglichst vielen jungen Handwerkern in der dualen Ausbildung einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen.
Beide Auszubildende waren begeistert von Land und Leuten, die sie überaus freundlich empfangen haben. „Wir können jedem nur empfehlen, sich für ein solches Auslands-praktikum zu bewerben. Man lernt sehr viel, wenn man auf sich gestellt ist und anders als zu Hause gezwungen ist, sich überall und jederzeit in einer Fremdsprache zu unterhalten. Es war eine ganz tolle Erfahrung!“
Vor allem ihren Meistern Herrn Elsing und Herrn Reinders waren die Azubis besonders dankbar, denn ohne deren Einwilligung wäre ein solcher Aufenthalt gar nicht möglich gewesen.